tagebuch

26. Eintrag

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Am 6. Februar 2014 war wieder ein Treffen der „Fraueninsel“. Diesmal war die Kosmetikmeisterin Kerstin Meyer zu Gast. Es ging um Farb- und Stilberatung. Kerstin Meyer zeigte ganz praktisch, was man tun kann, um attraktiver zu sein.

25. Eintrag

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Gefüllte Auberginenhälften gab es zum letzten alternativen Küchentreff vor der Sommerpause am Mittwoch, dem 10. Juli. Erst wurde in der Küche im Kellerbereich des Adventhauses gemeinsam gekocht. Danach lud eine Tafel im Hofgarten zum Schmausen ein. Auf dem Speiseplan standen auch ein griechischer Nudelsalat, Kichererbsencreme, mariniertes Gemüse mit Zitronen-Kapern-Pesto, Grünkern-Kroketten mit Rote-Bete-Tsatsiki sowie ein Erdbeer-Pfefferminz-Sorbet. Das nächste Mal wird zu unserem Angebot „Vollwertkost zum Verlieben“ am 11. September eingeladen.

24. Eintrag: Ein richtiger Druckfehler

Vergebung 001

Ein Druckfehler, aber im Sinne des Themas „Vergebung“ richtig! Denn wer vergibt, macht aus heute morgen, wer nicht vergibt, macht aus heute gestern.

23. Eintrag: Ein Nachruf für Manfred Görler

Am Dienstag, dem 20. November, trafen wir uns im Adventhaus Gera zum Trauerabend für Manfred Görler. Mehr als vierzig Menschen waren gekommen, ehemalige Arbeitskollegen, Nachbarn, Vertraute, Freunde und Bekannte.

Manfred war am Mittwoch, dem 7. November 2012, mitten im Spiel, beim Tischtennis gestorben. Er war am 16. September 1948 in Fritzlar geboren worden – als drittes Kind seiner Eltern. Warum Fritzlar? Dort hatte sein Vater im Lazarett gelegen und seine zukünftige Frau kennen gelernt. Der Name Görler war in Gera wohlvertraut. Manfreds Großvater besaß ein Sägewerk in der Wiesestraße  – sein Langholzwagen gehörte in Debschwitz zum Straßenverkehr wie der Simson zum Geraer Markt. Diesen Betrieb übernahm Manfreds Vater. Er war ein belesener, besonnener, hochintelligenter Mann. Die Mutter führte den Haushalt. Es war ein ständiges Kommen und Gehen, lustig und laut. Die Görlers waren eine große, bunte Familie. Manfred fiel schon damals durch sein Anderssein auf. Er war ein eher zurückhaltendes, besonderes Kind. Das bescheidenste, ernsteste von allen, erzählte man mir.

In Zwötzen besuchte er die Grundschule. Beim Pfarrer Schlegel nahm er Konfirmanden-Unterricht. Es gab eine Zeit, da ging er in die Kirche, in die Evangelische. Manfred studierte an der Ingenieurschule für Bauwesen in Apolda und bekam ein Diplom als Ingenieur für Baustoffkunde. Dann arbeitete er im Hoch- und Tiefbau. Gemeinsam mit seiner Frau baute er ein großes Haus in Debschwitz. Manfred war sehr fleißig und erfinderisch. Viele Arbeiten erledigte er selbst. Dieses Haus hat er geliebt – obwohl er es in den letzten Jahren dort wohl kaum noch ausgehalten hat. Nach der Wende begann Manfred für die Stadtverwaltung Gera als „Sachbearbeiter Vorhabenprüfung“ zu arbeiten. Er hat Bauanträge geprüft und genehmigt. Manfred war Ansprechpartner für Gera-Langenberg sowie umliegende Dörfer wie Dorna, Röpsen, Cretschwizt, Steinbrücken… Mit den Leuten vom Land kam er gut aus. Manfred, der beste Freund der Bauern, so sagte man von ihm im Amt.

Zwei Kinder wurden dem Ehepaar geschenkt, ein Junge und Jahre später ein Mädchen. 1997 passierte ein tragisches Unglück, das den weiteren Verlauf seines Lebens sehr beeinflusst hat. Sein Sohn war mit Freunden im Auto unterwegs, zum Tanzen – zwischen Weihnachten und Neujahr muss das gewesen sein, hat man mir erzählt. Sonst ist er immer selbst gefahren. Aber ausgerechnet dieses Mal fuhr er mit, er saß hinten. Auf der Rückfahrt von Werdau wurde das Auto aus einer Kurve getragen. Er war sofort tot. Eltern, die ein Kind verlieren, geraten häufig in ein regelrechtes Gefühlschaos. Schuldgefühle, Verzweiflung, Einsamkeit, Neid, Wut und Rachegefühle verheeren die Psyche und das Miteinander. Die Menschen und das Miteinander geraten aus dem Gleichgewicht. Alles kommt ins Rutschen. Findet man danach wieder eine neue Ordnung im Leben, dann wird sie ganz anders aussehen müssen als vor dem tragischen Ereignis. (vgl. http://www.veid.de/hilfe-fuer-betroffene/einzelansicht/article/trauer-verstehen-wenn-ihr-kind-gestorben-ist.html?tx_ttnews[backPid]=110&cHash=560f10b3d20b7680c342517893e679c3) „Jeder trauert anders, jeder braucht seine eigene Zeit. Das gilt auch für Partner und alle anderen Familienmitglieder. Dieser  manchmal sogar sehr konträre Umgang mit der Trauer erzeugt Spannung und erfordert sehr viel Toleranz und Verständnis im Umgang miteinander, damit aus Verschiedenheit nicht Trennung wird.“, so heißt es auf der Webseite des Bundesverbandes Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland. Manfred zog sich in seiner Trauer wohl eher auf das Wesentliche zurück, auf das Elementare, das Naheliegende. Der Boden unter seinen Füßen reichte ihm. Und er machte sich Vorwürfe. Wäre ich nur strenger gewesen, dann wäre das nicht passiert, sagte er sich immer wieder.

An einem Sonnabend im Oktober 2007 lief Manfred Görler wie geistesabwesend durch diese Stadt. Da traf ihn eine Bekannte, die schon seit längerem im Adventhaus Gera aus- und einging. Sie lud ihm zum Erntedankfest ein, das an diesem Tag gefeiert wurde. Und er kam – und blieb.

Im Februar 2010 war er mit einem Kollegen mit dem PKW auf einer Dienstfahrt nach Langenberg. Während der Fahrt wurde er eigenartig müde. Er hatte Herzstechen. Sein Kollege fuhr auf den Parkplatz von Möbel-Rieger und rief den Arzt an. Eine Viertelstunde lang hat er ihn munter gehalten. „Wenn du einschläfst, bist du tot“, hat er ihm immer wieder gesagt – bis endlich der Hubschrauber kam. Im September 2011 wurde Manfred im Fachdienst Bauvorhaben in den Ruhestand verabschiedet. Da war er 63 Jahre alt. In den letzten Monaten war Manfred viel unterwegs. Er mied offenbar das Alleinsein. Auch das Adventhaus Gera gehörte zu seinen Anlaufpunkten.

Manfred war liebenswert, freundlich, hilfsbereit. Er nutzte andere nicht aus. Wenn andere ihm etwas gegeben hatten oder einfach eine Freude gemacht hatten, dann suchte er Mittel und Wege, sich bei ihnen zu bedanken, ihnen wiederum eine Freude zu machen. Eine Frau aus seinem Bekanntenkreis sagte: „Er war, wie man sich einen Freund wünscht. Man durfte auch ‘ne andre Meinung haben.“ Frauen hat er gern Blumen gebraucht – und Weidenkätzchen. Oder frischen Salat aus seinem Garten. Für uns Adventisten spendete er in der Adventszeit Tannengrün zum Dekorieren. Andere bekamen Hasen geschenkt.

Auf dem Grabstein seines Sohnes habe ich zwei kleine Steine liegen sehen. Die hatte bestimmt Manfred dort hingelegt. Vor seinem Haus begrüßten einen schon auf dem schmalen Bürgersteig zwei große Steine. Auf seine Sammlung von Steintrögen war er stolz – auch auf die selbstgebauten Steinmauern in seinem Garten. Als er im Ende Juli dieses Jahres das F-Camp in Friedensau bei Burg besuchte, nutze er die Zeit auch dafür, Steine zu suchen. „Ich hab Steine gefunden“, erzählte er mir freudestrahlend.

Steine hatten in alter Zeit eine Bedeutung im Leben spiritueller Menschen. Im Alten Testament wird erzählt, dass aus Steinen Altäre errichtet wurden oder Erinnerungsmale. Als Jesus im Triumphzug in Jerusalem einzog und es Leute aufregte, weil seine Anhänger ihn wie einen König feierten, sagte er: „Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.“ Steine werden immer wieder in der Bibel erwähnt. Das endgültige Hereinbrechen der unsichtbaren Welt Gottes in unsere sichtbare Welt wird mit Herunterrollen eines riesigen Steines in Verbindung gebracht. Ein Stein trifft auf die gesammelten politischen Errungenschaften der Menschheit und zermalmt sie.

„Aber zur Zeit dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Reich aufrichten, das nimmermehr zerstört wird; und sein Reich wird auf kein anderes Volk kommen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und zerstören; aber es selbst wird ewig bleiben, wie du ja gesehen hast, dass ein Stein ohne Zutun von Menschenhänden vom Berg herunterkam, der Eisen, Kupfer, Ton, Silber und Gold zermalmte.“ So erzählte es der weise Daniel dem babylonischen Herrscher Nebukadnezar (Daniel 2, 44-45a) .

Am Dienstag, dem 23. Oktober, verabschiedete er sich auffallend herzlich von den Teilnehmern des Bibelkreises „Ma(h)l am Abend“ im Adventhaus Gera. Bei dieser Gelegenheit betete er auch öffentlich. Wir sprachen nach dem Treffen miteinander. Ich drückte ihn. Er erzählte mir etwas, was ihn sehr bewegte.

In einem Gespräch mit einer guten Bekannten am 6. November, am Vortag seines Todes, sagte er: „Naja, eigentlich wünsche ich mir mal so zu sterben – nicht im Bett, nicht alleine, nicht zu Hause.“ Er ist plötzlich gestorben, mitten im Leben, mitten im Spiel – weder im Bett, weder allein noch zu Hause, so wie er es sich gewünscht hatte.

Manfreds Vorstellungen über das Leben nach dem Tod wichen weit von den meinen ab. Ich sehe den Menschen ganzheitlich – im Leben wie im Tod. Erst ist man ganz lebendig – körperlich, seelisch, geistig – dann ganz tot. Nur Gott kann einen Menschen wieder ins Leben rufen, ihn am Tag des „großen Steins“ wieder auferwecken. Ich persönlich hoffe auf ein Wiedersehen mit Manfred im Reich Gottes.

22. Eintrag: Herbstzauber auf der Fraueninsel

Gestern war ein besonderes Treffen unserer Frauengruppe: Berge von buntem Herbstlaub und viele andere Geschenke der Natur (gefunden im Geraer Stadtwald) schmückten zu Beginn den großen Tisch unserer Teestube.

Wir waren eingeladen, kreativ zu sein!

Mit großem Eifer und viel Spaß machten wir uns ans Werk: zuerst haben wir aus bunten Ahornblättern Rosen gedreht, und diese dann in Kränze, Gestecke und Sträuße gebunden.

Am Ende hatten wir wundervolle Kreationen gezaubert! Diese verschönern jetzt unsere Wohnungen und Geschäftsräume- oder werden an liebe Menschen weiter verschenkt! Aber pssst!…nicht verraten!

Ich wünsche Allen einen schönen Oktober und freue mich schon auf unser nächstes Treffen im November!  Eure Korona

 

21. Eintrag

Bevor „Offene Türen“ in die Sommerpause ging, trafen sich am Montag noch einmal die Teilnehmer von Sport & Spirit mit Korona Schreiter und am Mittwoch die Leute vom Vollwertkochen mit Uta Erben. Beim Sport war auch ich mit dabei. Pilates hat mir gut getan, kann ich nur sagen. Am Mittwoch habe ich unsere Küchenchefin so gut es ging, bei der Vorbereitung unterstützt. Ich habe Tische und Bänke rausgetragen und und die Grillfeuer entzündet. Während es ein paar hundert Meter weiter am Mittwochabend mal tüchtig geregnet hat, blieb die Kochgesellschaft davon weitgehend verschont. Ein kleines Wunder! Wer bald wieder was für Muskeln und Gelenke tun will, braucht übrigens nicht erst bis Anfang September zu warten, wenn „Offene Türen“ in die nächste Runde geht. Sport und Spirit beginnt schon am Montag, dem 20. August, zur gewohnten Zeit.

20. Eintrag

Ich kann es mir lebhaft vorstellen, wie es hier am Mittwochabend ausgesehen haben muss, als in unserer Küche und in einem Nebenraum neunzehn Frauen und Männer gemeinsam kochten. Das Fünf-Gänge-Menü hatte es in sich: Spargel-Curry-Suppe, schneller Gurkentopf, Gnocchi mit Tomaten-Spargel-Gemüse und Spargelsoße, Curry mit Kichererbsen und Auberginen und Lassi Mango als Dessert. Übrigens, bevor sich die Küchenchefin am Mittwochnachmittag auf den Weg zum Einkaufen für den Abend machte, traf ich vor unserem Grundstück in der Geraer Handwerkstraße die Dichterin Annerose Kirchner, die gerade dabei war, Rezensionsexemplare als Spende in die Geraer Stadtbibliothek zu bringen. Ich durfte in ihre Tüten gucken – und fand ein Kochbuch, dass die Küchenchefin Uta Erben noch nicht ihr Eigen nannte: „Die Küche des Kalifen – Klassische Rezepte aus Marokko“. Annerose Kirchner sei es gedankt, dass demnächst die Teilnehmer des alternativen Küchentreffs „Vollwertkost zum Verlieben“ wohl auch in marokkanische kulinarische Gefilde entführt werden können.

19. Eintrag

Gestern Abend waren etwa 35 Menschen zum letzten Vortrag der Reihe über Burnout-Prävention da. Nach dem Vortrag sprach mich eine Besucherin an und fragte, ob wir auch für aktut Betroffene Angebote haben. Leider übersteigt das im Augenblick unsere Möglichkeiten. Ich lud sie zu unserem neuen Frauentreff ein, weil ich weiß, dass man sich dort im Gespräch mehr Hilfe holen kann.

18. Eintrag

Die Osterfeiertage sind vorbei. Genug geschlemmt, finde ich. Jetzt ist es an der Zeit, wieder in die Spur zu gehen und dem eigenen Körper gut zu tun. Sehen wir uns morgen Abend um 19 Uhr wieder im Adventhaus zu Sport & Spirit? Ich hoffe es.

17. Eintrag, Frauentreff: Psychohygiene und Selbstreflektion

Wie schnell die Zeit vergeht!

Am kommenden Donnerstag – am 1. März – findet bereits unser zweiter Frauentreff statt. Mit diesem kleinen Rückblick möchte ich alle Interessierten einladen, sich uns anzuschließen!

Mit Kerzenschein und Tee sind am 2. Februar sieben Frauen in den neu gegründeten Frauentreff gestartet. Wir haben uns mit einander bekannt gemacht, uns vorsichtig von unseren Lebensbrüchen- und Wünschen erzählt und sind uns so schon ein Stück näher gekommen. Unausgesprochen verbreitete sich eine Atmosphäre von Achtsamkeit und gegenseitigem Respekt. Dann haben wir gemeinsam überlegt, wie wir unseren Frauentreff gestalten wollen. Wir möchten uns gegenseitig helfen, den Alltag hinter uns zu lassen, Ruhe zu tanken, Probleme besprechen, Sorgen und Ängste teilen. Und Jede möchte sich selbst noch ein bisschen besser kennen- und verstehen lernen.

Natürlich soll auch Spaß und Freude an unseren Abenden nicht zu kurz kommen. Interessante Themen warten auf uns und wir freuen uns auf jede neu gewonnene Erkenntnis.

Frauentreff  bei „Offene Türen“,  an jedem ersten Donnerstag im Monat (ab 19.30 Uhr), im Adventhaus Gera, Handwerkstraße 2.